Alternative Variante für den Radweg zwischen Niederzeuzheim nach Thalheim
Was passiert, wenn weder eine Bürgerbeteiligung noch ein Ortsbeirat oder Bauausschuss an der Trassierung eines geplanten Radfahrweges beteiligt und eingebunden werden?
So festzustellen an dem geplanten Lückenschluss zum „Wäller Radweg“ zwischen Hadamar-Niederzeuzheim und Dornburg-Thalheim. Hier werden alle Pfade, die schon seit Jahrzehnten bestehen, im wahrsten Sinne des Wortes verlassen. Statt über bereits vorhandene und gut ausgebaute Wege zu gehen bzw. zu fahren, verlässt insbesondere Bürgermeister Ruoff als Verfechter dieser Streckenführung, alle Pfade der Vernunft!
Ohne jede Diskussion in den örtlichen und städtischen Gremien soll für einen Haushaltsansatz von 75 000,- € eine Strecke entstehen, die durch widrige Geländeverhältnisse bzw. feuchtes und schwieriges Terrain links des Salzbachs entlangführt.
Wenn man sich genauer mit dem geplanten Trassenverlauf beschäftigt, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass man mit den bereitstehenden Haushaltsmitteln lediglich einen kleinen Teil der Strecke verwirklichen könnte. Ganz abgesehen von den Kosten für die laufende Unterhaltung in diesen nassen Wiesen, wäre der Radweg wahrscheinlich nur in den Hochsommermonaten nutzbar.
Außerdem fallen diese Flächen in ein besonders schützenswertes Gebiet, das für besondere Ansprüche für den Naturschutz reserviert ist und nur mit Auflagen bewirtschaftet wird.
Die FWG Hadamar favorisiert hingegen eine rechts des Salzbachs verlaufende Variante des Radwegs. So sollte nach unseren Vorstellungen die alte Salzbachbrücke überquert und dann bis zum Salzbacher Hof der vorhandene Teerweg genutzt werden. Der Radweg würde hinter dem Hof links in den Glabacher Wald (Rabeneck) und über den Waldweg zwischen den Forstdistrikten 207 / 208 weiter laufen. Dieser Weg führt bis zur Gemarkungsgrenze am Waldrand zu der Gemarkung Thalheim. Die beschriebenen Waldwege sind vor Jahren von Grund auf erneuert worden und befinden sich in einem guten Zustand. Hier sind in absehbarer Zeit keine großen Investitionen zu erwarten.
Diese Variante findet ebenfalls die Zustimmung des Ortslandwirts, da unnötige Einschränkungen in der Bewirtschaftung und im Flächenverbrauch vermieden werden. Auch wird kein Tauschland für die kath. Kirchengemeinde benötigt.
Den größten Benefit sieht die FWG allerdings in der kostenneutralen Wirkung auf die Stadtkasse. Für unsere vorgeschlagene Streckenführung sind lediglich eine Beschilderung und eventuell kleinere Ausbesserungen der Wege erforderlich. Auf der Thalheimer Seite mündet der Weg in den Gemarkungsteil Mühlberg. Hier wäre ein Ausbau des Feldwegs seitens der Gemeinde Dornburg bis zum ebenfalls befestigten Weg am Mühlberg wünschenswert. Diese Lösung würde zu einem naturnahen Radweg führen, den die FWG Hadamar stark befürwortet und der hoffentlich zu einem Aufschwung des Wäller Radwegs beiträgt, von dem die ganze Region profitieren kann.
„Die eingesparten Haushaltsmittel sind in den finanziell schweren Zeiten sicherlich an anderer Stelle für Straßenausbesserung und -unterhaltungen dringend nötig und könnten umgewidmet werden“, so Erwin Meurer von der FWG Hadamar.
